Tag Archiv für Atomkraft

Lösung zu Cattenom geht nur gemeinsam

(Pressemitteilung) „Cattenom ist und bleibt ein Sicherheitsrisiko für die Menschen. Nur mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung aller Verantwortlichen in der Großregion SaarLorLux kann es eine zufriedenstellende Lösung geben. Einseitige wahlkampfbedingte Schuldzuweisungen bringen uns nicht weiter und helfen den Menschen in der Grenzregion nicht“, so Helma Kuhn-Theis, Vorsitzende der Kommission „Innere Sicherheit, Katastrophenschutz und Rettungsdienste“ im Interregionalen Parlamentarierrat (IPR) nach den jüngsten Störfällen.

Die CDU-Landtagsabgeordnete schlägt vor, dass man schnellstmöglich einen Sondergipfel der Großregion mit den Regierungschefs einberuft, um dort das weitere Vorgehen und einen Plan zur Erreichung der Abschaltung festzulegen. Dazu gehört, so Kuhn-Theis, auch ein Ausstiegsszenario aus der Kernenergie.

„In einem ersten Schritt muss ein Sondergipfel der Großregion einberufen werden. Aber ich erwarte auch ein klares Signal vom Europaparlament. Daher rege ich an, dass wir dort eine interregionale Gruppe ins Leben rufen, die sich dem Problem annimmt“, so Kuhn-Theis weiter.

Wenn wir den Menschen in der Grenzregion helfen wollen, geht dies nur gemeinsam mit allen Beteiligten in Brüssel, Paris und Berlin. Für eine solche gemeinsame Lösung wird sich die CDU-Fraktion einsetzen.

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Heiko Maas: “Nach Cattenom-Störfall: Import-Verbot für Atomstrom nach Deutschland jetzt durchsetzen”

(Pressemeldung der SPD) Der saarländische SPD-Chef Heiko Maas fordert nach den neuerlichen Störfallen im französischen Atomkraftwerk Cattenom ein Import-Verbot für Atomstrom nach Deutschland.

Maas: “Wer den europaweiten Atomausstieg will, darf das Festhalten von Ländern wie Frankreich an der Kernkraft nicht weiter durch den Kauf von Atomstrom fördern. Ohne den Export ihres Atomstroms wäre auch für Frankreich die Atomenergie weit weniger interessant. Cattenom ist ein Sicherheitsrisiko für unsere Region und muss abgeschaltet werden. Der neuerliche Störfall zeigt: Atomenergie ist nicht beherrschbar – nirgendwo auf der Welt, auch nicht direkt hinter unserer Grenze.

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Cattenom muss vom Netz!

(Pressemeldung der CDU) Nach der heutigen Sitzung des Umweltausschusses erklärt der umweltpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Günter Heinrich: „Eine Serie von Pleiten, Pech und Pannen nimmt kein Ende im Kernkraftwerk Cattenom. Ein Sicherungsventil, das Bestandteil der Bau- und Betriebsgenehmigung war, ist seit 21 Jahren in zwei Kernkraftblöcken nicht vorhanden gewesen. Die Fragen, ob überhaupt und gegebenenfalls mit welcher Sorgfalt bei der erstmaligen Inbetriebnahme eine sicherungstechnische Abnahme erfolgt ist, konnte im Ausschuss auf die bisherigen Einlassungen der Kraftwerksbetreiber nicht beantwortet werden.“

Ein Kernkraftwerk verfügt über mehrere Sicherungskreisläufe. Fehlt jedoch einer, weil er nie eingebaut ist oder seine Funktionslosigkeit wegen fehlender Kontrolle nie festgestellt worden ist, ist dies ein sicheres Signal, wie fahrlässig mit dieser komplexen und gefährlichen Technik in der Vergangenheit umgegangen worden ist. Der Gedanke kommt einem näher, von den bestehenden sicherheitsrelevanten Defiziten auch gewusst zu haben, schließlich hat man sich mit akribischer Energie dem Stresstest widersetzen wollen, einem Stresstest, der möglicherweise eine Katastrophe verhindert hat. Nur damit können wir hier Fukushima doch noch etwas Positives abgewinnen.

„Das AKW Cattenom ist eine alte und störanfällige Stromgewinnungsanlage, der Betrieb Zeugnis mangelnder Sicherungskultur. Im Interesse der Sicherheit, zum Schutz von Leben und Gesundheit der Menschen in der Großregion gehört dieses Werk ein für allemal vom Netz“, so Günter Heinrich abschließend.

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